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Zweck

Für Block und Stellwerk werden Gleisschaltmittel benötigt, um zugbewirkt Aktionen auszulösen. Auf dieser Seite sind die Verfahren aufgelistet, die im FREMO Verwendung finden.

  • Punktförmige Zugeinwirkung: Ein Gleiskontakt wird beim Block für den selbsttätigen Vorblock benötigt, und um den Rückblock von der Tatsache, daß der Zug gefahren ist, abhängig zu machen. In einfachen Stellwerken werden Gleiskontakte zur Fahrstraßenauflösung benutzt.
  • Gleisfreimeldung: Mit Achszählern oder Gleisstromkreisen wird festgestellt, ob das Gleis frei von Fahrzeugen ist, um eine Zugfahrt auf die freie Strecke bzw. innerhalb eines Bahnhofs zuzulassen.

Implementierungen

  • "Schnippelkontakt" - ein Stück Fahrschiene wird elektrisch isoliert
    Eine Lok nimmt Fahrstrom von mehreren Rädern gleichzeitig auf. So wird Fahrspannung über die Lok in ein kurzes Stück Schiene gebrückt und damit die Lok detektiert. Galvanische Trennung wird erreicht, indem mit dem Strom eine Relaisspule oder ein Optokoppler betrieben wird.
    Anwendung: Gleiskontakt
    Implementierungen: Wega
  • Induktiver Gleisstromkreis
    Der Strom durch einen Verbraucher auf den Schienen wird detektiert. Das funktioniert problemlos mit Fahrzeugen, auch eine stehende Lok wird detektiert, da der Dekoder Strom verbraucht. Wagen werden nur erkannt, wenn alle Wagen mit Widerstandsachsen ausgerüstet sind.
    Anwendung: Gleiskontakt (wenn der Abschnitt mindestens eine Loklänge hat) oder Gleisfreimeldung (wenn alle Wagen mit Widerstandsachsen ausgerüstet sind
    Implementierungen: Chief-Umschaltung
  • Gleiskontakt mit Reflexlichtschranke
    Zwischen den Schienen wird ein IR-Sender und ein IR-Empfaenger angeordnet. Durch den Wagenboden wird das Licht reflektiert. Durch Modulation des Lichtes wird das System fremdlichtresistent.
    Anwendung: Gleiskontakt
    Implementierungen: Grafhorst
  • Achszählung mit Lichtschranke für den Spurkranz
    Ein IR-Sender und IR-Empfänger werden über Lichtleiter angebunden. Der eine Lichtleiter wird durch ein Loch im Schienenkopf geschoben, der andere durch eine aufgebohrte Atrappe eines Vorbild-Achszählkopfes. So werden zwei Lichtschranken aufgebaut, um die Fahrtrichtung detektieren zu können.
    Anwendung: Gleisfreimeldung (Selbstblock)
    Implementierungen: Michelstadt SBf
Die Seite wurde zuletzt geändert: 23.09.2008, 20:50:44
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