Treffenbericht: H0n3 in Bad Gandersheim
Zusammenfassung
Die H0n3-Narrow-Gauge-Gruppe traf sich in Bad Gandersheim mit einem Schmalspur-Arrangement nach Vorbild von Colorado und New Mexico in 1960. Erstmals wurde vollständig mit wiFred gefahren. Zudem testete die Gruppe erfolgreich die selbst entwickelte WLAN-basierte „wiClock“, die über JMRI zentral gesteuert wird. Auch das Frachtkonzept wurde weiter verfeinert. Das Treffen verlief erfolgreich und in angenehmer Atmosphäre.
Summary
The H0n3 narrow gauge group operated a U.S. narrow-gauge branch line layout at the meeting in Bad Gandersheim (near Kassel), based on prototypes from Colorado and New Mexico. For the first time, operations were conducted entirely with wiFred throttles. The group also successfully tested its self-developed Wi-Fi-based “wiClock”, centrally controlled via JMRI. Further refinements were made to our freight traffic concept. The meeting was successful and took place in a friendly and enjoyable atmosphere.
Nebenbahn heißt nicht provinziell – auch nicht in den USA
Amerikanische Schmalspur im FREMO? Ja, uns gibt es – auch wenn unsere Fangemeinde zahlenmäßig natürlich nicht so groß ist wie die anderer Spurweiten oder Gruppen. Und wir sind aktiv, auch auf 10,5 mm Spurweite.
Die Freunde von AmericaN hatten uns eingeladen, im Mai gemeinsam im Flugzeughangar in Bad Gandersheim Betrieb zu machen. So entstand in angenehmer Nachbarschaft und freundschaftlichem Austausch unser Arrangement einer amerikanischen Nebenbahn, wie sie in Colorado und New Mexico im Jahr 1960 gewesen sein konnte.
Da nicht alle Mitglieder von H0n3 teilnehmen konnten – von dieser Stelle weiterhin gute Besserung an die Betroffenen – betrieben wir echten Nebenbahnbetrieb mit einer etwas kleineren Zahl an Betriebsstellen. Gleichzeitig nutzten wir die Gelegenheit, einige technische Neuerungen zu erproben.
Das dargestellte Jahr sollte dabei nicht täuschen: Wir sind durchaus modern unterwegs und entwickeln unsere Betriebsabläufe weiter.
So setzten wir erstmals vollständig auf wiFred-Handregler und sammelten damit durchweg positive Erfahrungen. Künftig wird dies unser Standard sein.
Darüber hinaus testeten wir erstmals eine selbst entwickelte Uhr, die vollständig über WLAN und mit JMRI kontrolliert wird und ohne jegliche Verdrahtung auskommt. Jede Betriebsstelle erhielt eine eigene „wiClock“, die zentral hinsichtlich Uhrzeit, Pausen und Zeitfaktor gesteuert werden konnte. Auch hier fielen die Erfahrungen durchweg positiv aus. Ein ausführlicher Artikel dazu für die HP1 ist in Vorbereitung.
Ebenso haben wir unser Frachtkonzept weiter verfeinert, um den Güterverkehr noch flexibler abwickeln zu können.
Wem es am Boden zu ruhig wurde, der hatte sogar die Möglichkeit, direkt vor der Tür zu einem Rundflug abzuheben. Ein Treffen der wirklich besonderen Art.
Nach diesen schönen Tagen traten wir zufrieden die Heimreise an. Unser besonderer Dank gilt Sebastian Schneider für die Gesamtorganisation sowie die Ausrichtung des Grillnachmittags. Es war ein gelungenes Treffen.
- Michael Niederberger -